Die kriechende Stimme

Es ist in Deinem Kopf und kommt manchmal unerwartet aus heiterem Himmel: Diese leise, immer lauter werdende Stimme, die Dir mit krächzender Stimme immer wieder zuflüstert, wie schön es doch wäre, wenn man jetzt tot wäre. 

Es ist wie ein Überfall; Du bist bei der Arbeit, denkst daran, was Du noch alles zu erledigen hast und mit einem Mal kommt diese Stimme hinten in Deinen Kopf gekrochen und beisst sich fest wie ein Terrier. Du musst Dich erstmal hinsetzen, dem Schwall negativer Emotionen erstmal Platz machen, Dich überkommen lassen; Du kannst Dich wehren, aber die Welle Depressionen wird Dich überkommen und über Dich herfallen, völlig egal, wie sehr Du Dich sträubst… 

Diese Gedanken nach dem Todeswunsch werden laut und lauter, es fällt Dir immer schwerer, Dich zu konzentrieren und schlussendlich wird Sie alles sein, was in Deinem Kopf ist und je war: Der Wunsch, dieser Stimme nachzugeben…

Es wird Dich all Deine Kraft kosten, dagegen zu kämpfen, aber auch ins Bett gehen und die Decke über den Kopf ziehen bringt nichts, das weisst Du. Sie ist omnipotent. 

Das Einzige, das man tun kann, ist zu akzeptieren, dass man Depressionen hat und sich arrangieren an guten und auch schlechten Tagen. Sie wird nie ganz weg gehen, aber man mit ihr leben- das ist möglich, erfordert aber viel Training und eisernen Willen, nicht sterben zu wollen. 

Egal, wie stark die Stimme in Dir wird, sei IMMER stärker. 

Da fällt mir zum Abschluss ein Zitat aus einer meiner Lieblingsserien „Game of Thrones“ ein: Was sagen wir zum Gott des Todes? Nicht heute! 

Und auch nicht morgen oder übermorgen! Bleib stark!

Die kriechende Stimme

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