Im Wald (Repost von 2015), handschriftlich wiedergefunden

Ich mag Wälder. 

Sie haben etwas unkontrollierbares, undurchdringliches, uneinschätzbares.

Man weiss oft nicht, was einen erwartet. Man kann die Orientierung verlieren, oder findet gar nicht mehr heraus. Wer weiss schon, was passiert? Ich mag den Schutz, dem man sich hingibt, je tiefer man in den Wald geht. Die Ruhe; nur das Rascheln und Knacksen von Ästen, Blättern oder der Nadeln auf dem Boden. Dieser intensive Duft der Tannennadeln oder der Kiefern, weicher und bemooster Boden. Der Wind, der durch die Bäume pfeifend eine Geräuschkulisse zaubert, die Surrealismus erzeugt, die kein Kino mit keiner Anlage erzeugen kann. Man hat das Gefühl, Zeit hätte keine Bedeutung. 

Im Wald (Repost von 2015), handschriftlich wiedergefunden